Montauk im Herbst – Girls on the Road (Joaquín and the Eternal Sunshine of the Spotless Mind) (DE)

Seit wir unseren Mädelsroadtrip planen, freuen sich meine beiden Jungs schon auf ein paar Tage für sich. Um zu tun, was Männer so tun (genaueres wird mir da nicht verraten). Und ich freue mich auf Zeit mit meiner lieben Freundin K. und vor allem auf AUSSCHLAFEN.

Unser Ziel: die Hamptons, Montauk, das Ende der Welt. Über Airbnb haben wir uns eine schnuckelige Unterkunft gesucht (eher am “Eingang der Hamptons” – weil zu dieser Jahrezeit die Unterkünfte ein halbes Vermögen kosten). Fix ein Auto gemietet. Und ab geht es.

Mit einem roten Beetle verschrecken wir von nun an die amerikanischen Autofahrer und müssen lernen, dass hier doch ein wenig anders gefahren wird als in Berlin. Von links, von rechts, von überall wird überholt. Unser Tipp: Augen zu und durch. Und Augen auf im Straßenverkehr.

Nach ca. 90 Minuten Fahrt, haben wir es geschafft. Die Unterkunft ist super gemütlich, passend zum prasselnden Regen (eher ungemütlich). Wir kommen erstmal an, Essen etwas, lesen und schlafen. 11 Stunden hab ich geratzt. Ich erinnere mich nicht mehr, wann ich das letzte Mal so viel Schlaf hatte.

Nächster Tag. Noch immer Regen. Trotzdem wagen wir uns todesmutig und ohne Rücksicht auf die Frisur (Hurricane Joaquín nähert sich) raus zum großen Leuchtturm. Irgendwie macht dieses (Mist)Wetter die Hamptons besonders. Wir fahren an so vielen tollen Häusern (oder eher: Anwesen) vorbei. Als wir uns zum Mittag in ein kleines Restaurant setzen, ist es, als wären wir mitten bei den Gilmore Girls gelandet. Genauso sieht es aus in den Serien. Na klar, die spielen ja auch in genau solchen Orten.

Der Leuchtturm wird bewacht von einer riesigen Schar riesiger Riesenmöwen. In etwa so groß wie Dackel. Flugdackel. Nee, größer. Flugdalmatiner. Zum Glück trauen sie sich nicht ans Wasser und warten auf dem Parkplatz. Wir trauen uns. Und können so ungehindert zum Wasser  (Hurricane Joaquín ist nun fast da).

Wow! Es pustet. Begeisterung: Diese Naturgewalten, das Meer und der raue Wind, die riesigen, schäumenden Wellen. Ich bin ganz entzückt. Und alles in den tollsten Grautönen. Dank Friesennerz bin ich danach nur halbnass.

Tag 2:

Der kleine Räuber und sein Papa toben durch New York (hier tobt nur Joaquin, der alte Hurricane) und ich vermisse sie. Aber ich freue mich über genau das. Sie zu vermissen ist schön.

Auf geht’s: zum Beach! West Hampton Dunes und Hampton Bays steht heute auf dem Program.

Die Hamptons lagen vermutlich früher mal auf dem Darß. Irgendwo bei Zingst. Zumindest erinnert uns die Gegend ein wenig an ein schönes Ostseestädtchen. Gerade ist hier nichts los, ist aber auch nicht das beste Wetter. Meng hatte da im Sommer schönere Aussichten (https://walkingonthewildside.com/2015/09/29/summer-escape-the-hamptons/).

Auf der Suche nach etwas Warmen kehren wir im Canal Café (http://thecanalcafe.com) ein. 73 Dollar für zwei Salate, zwei Sandwiches, zwei Getränke. Ohne Tip. Preise gesalzen, Essen nicht so.

Und jetzt: ab nach Hause, warme Socken an, Füße hoch und weiterlesen.


Tipps und Tricks:

  1. Auto über eine deutsche oder europäische Autovermietung buchen. Das ist wesentlich günstiger und man muss nur die deutsche Adresse angeben. Den Voucher muss man ausgedruckt mitbringen. Wer das von unterwegs bucht und nicht im Hotel drucken kann: In jedem Staples kann man unkompliziert ausdrucken. Einziger Nachteil: man muss das Auto immer am Flughafen abholen.
  2. Für das authentische Hamptons-Gefühl die Unterkunft einfach bei Airbnb buchen. Ententeich auf dem Grundstück inklusive.
  3. Friesennerze sind bei diesem Wetter einfach die Rettung (http://www.amazon.de/AS-Bekleidungswerk-GmbH-Friesennerz-basic/dp/B002ZNW9C2)

posted by Julia

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