„Der Stadt und dem Erdkreis“ #Urbietorbi #Boietorbi (DE)

Die Sonne scheint mir warm ins Gesicht, die Augen sind zu, an meinem linken Ohr summt irgendwas Kleines vorbei. Ich döse vor mich hin und höre Vögel zwitschern. Es duftet so herrlich nach dem Kamin im Haus, nach Sonne und frischem italienischem Essen.

Ein kleines Pfeifen unterbricht meine Gedanken. Nonnas Stimme aus der Küche. Sie ruft uns alle zum Essen. Es gibt Pasta. Natürlich. Die beste überhaupt.

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Das hier ist nicht Manhattan. Das ist die italienische Provinz.

Der Winter war so grau. Uns deshalb haben wir beschlossen, den Frühling in Italien bei der Familie zu starten.

Wir sind in Picinisco, ganz oben auf Nonnos Olivenberg zwischen noch riesigeren Bergen. Einige sind noch mit Schnee bedeckt. So stelle ich mir die Kulisse der italienischen Heidi vor (die wahrscheinlich genau wie Nonna „Maria“ heißt). So idyllisch, ganz ruhig und im Wind weht Wäsche, die wir gerade im Garten aufgehangen haben.
Bo bewundert jedes Gänseblümchen, schiebt sein Dreirad an Beeten und Hunden vorbei. Er schreckt die Hühner auf, schaukelt zwischen den Weinstöcken und macht seine ersten Versuche mit dem Laufrad.

Erst hat er noch Angst vor den beiden kleinen Hunden, aber nachdem Papa ihm erklärt, dass er nichts zu befürchten hat, ruft er bei jeder Begegnung mit den harmlosen Welpen „Keine Angst Hunde!“.

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Kleine Schafherden ziehen klingelnd auf der Straße vorbei und wir bereiten das kleine Lagerfeuer vor.

Bo steht später mit leuchtenden Augen vor dem lodernden Feuer. Und sein Opi, Onkel, Nonno und Papa laden trockenes Gestrüpp nach. „Feuer, Feuer – wunderbar“ erzählt er Nonna, während er ihre Hand ganz fest hält. Es gibt Fotos, auf denen sein Papa das früher als kleiner Junge genauso gemacht hat. Eine winzig kleine Kinderhand, die nach den weichen, sanften Händen der Nonna greift.

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Wir sitzen noch eine Weile und schauen, wie die Flammen langsam kleiner werden.
Szenenwechsel:

Wir sind in Rom.

Seit ich den Film „La Grande Bellezza“gesehen habe, bin ich großer Fan, war aber bisher noch nie in der ewigen Stadt.

Also:

Pistazieneis in die Hand und los.

Im Kolosseum sind die Gladiatoren heute mit Sefiesticks bewaffnet und kämpfen nicht mehr um Leben und Tod, sondern um Likes auf Instagram. Aber hauptsache kämpfen.

Wir laufen weiter und schlendern durch die Römer Nacht.

Castel Sant’Angelo, Petersplatz, Piazza Navona, Pantheon und Fontana di Trevi. Wie Professor Langdon (https://www.youtube.com/watch?v=7sgFDUzORWs), nur die Reihenfolge ist leicht anders. Während ein paar Klassenfahrten an der Fontana de Trevi heimlich Wein trinken, werfe ich eine Münze in das plätschernde Wasser.

Man kann ja nie wissen.

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posted by Jule